Stacheliges Drama

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Na, wisst ihr zu wem das gehören könnte?

Langsam wird es wieder etwas ‚wärmer‘ im Yukon – nur noch – 25 Grad. Gestern Morgen durfte ich Herrchen endlich mal wieder auf seiner Trainingsstrecke begleiten. Anfangs lief auch alles ganz gut, ich war hochkonzentriert lieb zu sein und auch ohne Leine direkt neben Herrchen zu traben. Doch dann habe ich einen ganz besonderen Duft in die Nase bekommen – ich konnte nicht anderes, ich musste wie der Blitz hinterher. Zum Glück hat Herrchen es nicht aufgegeben mich zu suchen und mich nach 40 min gefunden. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten, alles war blut- und eisverkrustet und ich hatte die ganze Nase, Brust, Beine und das Maul voller Stacheln. Einige haben sich sogar durch meine Zunge gebohrt und diese im Maul festgepinnt. Das Ergebnis meiner ersten Begegnung mit einem kanadischen Porcupine.

Herrchen hat mich dann aus dem Wald getragen, Frauchen angerufen und wir sind ganz schnell (was auf diesen Straßen zum Glück ohne weitere Zwischenfälle ablief) in die 60 km entfernte Tierklinik gefahren. Hier seht ihr nur einen kleinen Teil dessen, was man mir in einer einstündigen OP unter Vollnarkose entfernt hat.dsc_0333

Heute bin ich natürlich etwas matschig und sehr leidend, auch wenn ich es genieße von Frauchen umsorgt zu werden.

3 Gedanken zu „Stacheliges Drama“

  1. Oh nein, das sieht ja schon ohne Wunde und Blut richtig fies aus…Euer Trip ist wirklich ein richtiges Wildlife Abenteuer – Vielleicht solltet ihr danach ein Buch schreiben und einen Film drehen? Gute Besserung! Euer Guido R

  2. Hi ihr 3,
    Respekt, eure Abenteuer! Lese euren Blog mit grossem Interesse und gelegentlich mit einem leichten Schmunzeln. Auch wenn das Zusammentreffen mit den ansässigen Wildtieren gelegentlich blutrünstiger abläuft als gewünscht. Hier hat der Patient mein tiefstes Mitgefühl und ich wünsche ihm auf diesem Wege zügigste Genesung:

    Respekt, dass ihr auch dem andauernden Wintertraum immer noch etwas positives abgewinnt auch wenn Temperaturen unter minus 30 Grad nun wirklich spassbefreit sind. Da bekommt sogar ein Wikinger wie ich eine gewisse „Gänsehaut“.

    Wünsche euch auf diesem Wege ein frohes und gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein in allen Belangen sensationelles neues Jahr.

    Euch Dreien weiterhin alles Gute

    Holgi

  3. oh nein, Güntheer, das sieht nach gerade noch mal davongekommen aus. Hast du ein Glück, dass Deine Familie Dich so gut kennt, und sofort nach Dir sucht. Hat Dich denn niemand gewarnt, dass Stachelschweine ganz gemein gefährliche Monster sind, deren Stachel Widerhaken haben, und man ihnen nachsagt, dass sie ihre Stacheln sogar wegschleudern können?!
    Und wenn, dann fürchte ich, du hast es nicht glauben wollen 😢

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