Wenn Hund nicht aufs Herrchen aufpasst …

Auch wenn ich gerade in geheimer Mission an der Ostsee unterwegs bin, lasse ich mir natürlich von Herrchen genau Bericht erstatten.
Ich wollte meinen Ohren nicht trauen, als Herrchen erzählt hat, dass er auf dem Weg von Las Vegas nach Santa Barbara auf dem Freeway durch ein anderes Auto von hinten gerammt wurde und der Fahrer Fahrerflucht begannen hat. Glück im Unglück – Herrchen ist nichts passiert und „nur“ der Camper hat einige etwas größere Kratzer abbekommen.

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Nach den Panzertape-Künsten von Herrchen fällt es fast nicht mehr auf.

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Als Herrchen mir dann noch Bilder von seinen ersten Flugversuchen mit einem Gleitschirm geschickt hat, hätte ich mir am liebsten die Pfoten vor den Augen gehalten…

Schaut mal, wo er da runter springt, unglaublich! Jetzt weiß ich auch, warum ich nicht bei Herrchen bleiben durfte bin. Das hätte er bei meiner Abwesenheit niemals machen dürfen!!!

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Ich war ganz froh zu hören, dass Herrchen an diesem Tag das Synonym für Gleitschirmfliegen gelernt hat: Gleitschirmwarten. 🙂 Wenn der Wind zu stark ist und man nicht rückwärts fliegen will, dann ist warten angesagt. Wer Herrchen kennt, der weiß, dass er sich  von sowas nicht unterkriegen lässt. Also hat er spontan die umliegenden Berge im Los Padres National Forest unsicher gemacht.

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Angespitzt von den Trails im Hinterland von Santa Barbara hat Herrchen kurzerhand entschlossen nochmals zum Gran Canyon zu fahren und diesmal in den Canyon herabzusteigen. Da ich ja nicht in den Canyon rein darf, hat er  als ich noch dabei war darauf für mich verzichtet. Seitdem rennt Herren seit fast einer Woche im Gran Canyon National Park jeden Tag auf verschiedenen Trails runter zum Fluss und wieder zurueck. Wenn ich mich richtig erinnere, dann stand immer an den Tafeln an die Tour-Einstiegen, dass die Touren bis zum Fluss eigentlich als für 2 Tage empfohlen werden. Naja, Herrchen halt…

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Bright Angel Trail
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Bright Angel Trail – Indian Garden
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Bright Angel Trail – Colorado River
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South Kaibab Trail
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Schneesturm Gran Canyon Village – zum Glück nach dem Trail
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Hermits Rest Trail
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Hermits Rabbits
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Plateau Point

Gestern hat Herrchen erzählt, dass er noch eine Woche länger am Gran Canyon bleiben wird und gerade für eine etwas ausgedehntere Tour trainiert. Er wird doch nicht Rim2Rim2Rim am Stück versuchen? Ich sag ja, wenn Hund nicht aufs Herrchen aufpasst…

Ausblick der Superlative

Na, seid ihr schon gespannt, wo es als nächstes hingeht? Gebt es zu, jemand hat bestimmt schon auf der Karte geschaut, welches Ziel wir als nächstes ins Auge gefasst haben… Genau – Den Grand Canyon! Erst dachte ich, naja, was soll so toll daran sein, ein großes Loch im Boden anzustarren. Vor allem als wir feststellen, dass der von uns angestrebte (normalerweise ruhigere) Nordzugang noch gesperrt war (sehr schnelles Reisen birgt eben auch Risiken wie mangelnde Vorbereitungszeit) und wir nochmal 350 Meilen Umweg fahren mussten).

DSC_0676Aber Herrchen und Frauchen haben auch unterwegs immer wieder tolle Stellen gefunden, um mit mit kleine Wanderungen zu machen.

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Einmal haben sie mich sogar von der Leine gelassen (wir waren ganz alleine und es sah alles ziemlich ungefährlich aus). Da ich aber dann einem frechen Hasen nicht wiederstehen konnte, der direkt vor meiner Nase los rannte, wurde ich schnell wieder angeleint. ZUM GLÜCK!!! Denn kurz darauf rasselte es direkt vor Herrchens Füßen… Bin ich froh, dass das nicht meine Pfoten waren.

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Den großen Graben selbst erreichten wir dann erst am späten Nachmittag. Und ich war sehr überrascht von dem überwältigenden Gefühl, in einem 1.500 Meter tiefen Graben schauen. Ich konnte davon gar nicht genug bekommen (Was Frauchen in Angst und Schrecken versetzte). Bis zum Sonnenuntergang sind wir am Grabenrand entlang gewandert und haben die vielen Farben und die gewaltige Tiefe bestaunt.

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Am nächsten Morgen wollte Herrchen zumindest teilweise in den Graben hinabsteigen. Nein, keine Sorge, es war nicht dieses Schild, was ihn davon abgehalten hat (Herrchen sollte nun wirklich fit genug dafür sein), nein, es war mal wieder Hundeverbot auf dem Trail und er wollte mich und Frauchen nicht so lange alleine lassen.

DSC_0896 DSC_0903 DSC_0892In einem Mörderritt sind wir am gleichen Tag noch eineinhalb Mal nach Las Vegas gefahren. Nein, das ist kein Tippfehler von Frauchen. Fast auf halber Strecke nach Las Vegas fiel uns auf, dass meine Hundebox, die auf dem Dach befestigt war, fehlte. Da sich keiner mehr erinnern konnte, wann er die zuletzt gesehen hatte, sind wir die ganze Strecke bis zum Nationalpark zurück gefahren – ohne eine Spur davon zu sehen. Nur um dort festzustellen, dass die Schnittkanten an den Befestigungsseilen eher darauf hindeuten, dass meine Box auf dem Grand Canyon Parkplatz GEKLAUT wurde… Trotz der späten Stunde unserer Ankunft in Las Vegas haben wir noch die Lichter der bestaunt.

DSC_0939 DSC_0941 DSC_0936Ganz besondere Brisanz erhielt die Box-Story dadurch, dass dies mein vorerst letzter Tag der Reise war und ich am nächsten Tag meine Reisebox benötigte um Frauchen nach Deutschland auf eine geheime Mission zu begleiten… Aber Herrchens Kreditkarte sei Dank haben wir auch dieses Problem noch in letzter Minute lösen können.

Bis wir zurück sind, wird Herrchen sich die Zeit mit einem Paraglide-Kurs vertreiben und vielleicht hier auch mal ein paar tolle Bilder davon einstellen.

Bis ganz bald sagt

Euer Güntheer

Das nächste Rennen?

Mit meiner neuen Frisur war ich perfekt vorbereitet für das nächste Abenteuer: WÜSTE! Aber das war zunächst gar nicht so einfach: unser Ziel, das Death Valley liegt von der Küste aus gesehen hinter der Gebirgskette Sierra Nevada – und es führt kein Weg mittendurch. Relativ spontan haben wir entschieden, es oben herum zu versuchen. Eine Entscheidung, die uns zusätzliche 2 Tage Abenteuer in der Sierra Nevada bescheren sollte, bevor wir letztendlich das Death Valley erreichten.

Gestartet in Santa Cruz an der Küste fuhren wir an der Westseite der Sierra Nevada entlang Richtung Norden, nur um festzustellen, dass ein Pass nach dem anderen auf die andere Seite gesperrt war. Erst bei dem letzten Versuch (kurz vor Sonnenuntergang) fanden wir eine Straße, die nicht gesperrt war. Immer höher hinauf führte diese und wir staunten nicht schlecht, als wir im letzten Tageslicht Schnee am Straßenrand auftauchen sahen. Und je höher wir kamen, desto mehr wurde es. Der Parkplatz, auf dem wir für meine abendliche Pipi-Runde angehalten haben, wurde aus dem Schnee herausgefräst, der bis über das Dach unseres Campers reichte. Später waren die Schneewände rechts und links über 3 Meter hoch. So viel Schnee hab ich in meinem Leben noch nie gesehen – und ich war nackig…

Klugscheißerin Frauchen hat für uns einen kleinen gemütlichen Campingplatz im Wald ausfindig gemacht. Dort konnte man super spazieren gehen und im Schnee toben.

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Aber ich glaube, der Hauptgrund warum sie dort unbedingt hin wollte, waren die Hotsprings, in denen sie am nächsten Morgen rumfaulenzte. (ganz ehrlich: ich glaube Frauchen plant auf unserer Tour alle Hot Springs Nordamerikas auszutesten!)

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Im Schnee wälzen macht auch mit kurzem Fell Spaß!

DSC_0519So tiefenentspannt ging es dann am nächsten Tag auf der (wesentlich sehenswerteren) Ostseite der Sierra Nevada wieder Richtung Süden bis vor die Tore des Death Valley National Parks, den wir in den nächsten Tagen erkunden wollten.

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Spinnen, Schlangen und Skorpione konnten jetzt bei den Gassirunden gefährlich werden. Herrchen und Frauchen haben sehr genau aufgepasst wohin ich meine Pfote setze und immer einen Stock für das Durchkämmen von Gras oder Büschen dabei gehabt (es gibt leider auch noch keine schlangenbiß-sicheren Wanderschuhe für Hunde – ich finde, die Industrie sollte sich für den weltreisenden Hund von heute mal was einfallen lassen!).

DSC_0561 DSC_0574 - KopieAm ersten Aussichtspunkt im Park staunten wir über die unglaubliche Aussicht und waren positiv von den noch angenehm kühlen Temperaturen überrascht. Hier kam mir das erste Mal der Verdacht, dass wir nur im Death Valley sind, weil Herrchen einen neuen verrückten Lauf auskundschaften möchten, als er nämlich sagte: „Wenn der Badwater 135 im Juli startet, wird es hier garantiert viel wärmer sein. Und dann diesen steilen Berg hoch… Mann oh Mann!“. Frauchen und ich wechselten einen Blick und schüttelten die Köpfe… er wird doch nicht…!

DSC_0645 DSC_0650 DSC_0614 DSC_0592Da es jetzt aber noch nicht so heiß war, durfte ich noch mit auf die anschließende kleine Wanderung zu einem Wasserfall in einem Canyon. Erst dachten wir alle, der wäre ausgetrocknet, wurden aber von diesem Paradies mitten in der Wüste überrascht:

IMG_5565Der Wasser schmeckte so gut, dass ich nicht genug davon bekommen konnte. Das zusammen mit der Hitze auf dem Rückweg bekam mir nicht so gut… Naja, ein kleiner Schwächeanfall, der dazu führte, dass ich den Rest des Tages bis auf sehr kurze Ausflüge im kühlen Auto verbringen durfte und nachts unter nassen Tüchern gekühlt mit Herrchen auf der Parkbank vor unserem Camper (dabei konnten wir auch viel besser den heulenden Coyoten um uns herum lauschen…).

Der Startpunkt dieses verrückten (und nach dem YAU als dem kältestens nun dem heißesten) Rennen liegt in Badwater, dem niedrigsten Punkt Nordamerikas (-282 ft). Hier und auch an den bunten Felsen habe ich das Auto nur kurz verlassen, um mein Beinchen zu heben und für Frauchens Kamera zu posieren.

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Der krönende Abschluss unseres Death Valley Abenteuers war ein Aussichtspunkt auf 1500 Metern Höhe von wo aus man eine Wahnsinns-Sicht über den Salzsee und das ganze Tal hatte.

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Friseurtermin

Das bin ich so wie ihr mich bisher kennt:

DSC_0291Aber langsam wurde es immer wärmer – vor allem am Strand und Frauchen plante noch irgendwas mit Wüste… Außerdem litten wir alle drei noch immer unter den Bärenspray-Resten, die sich bis heute in meinem Fell hartnäckig hielten (eine nicht ganz so rühmliche Yukon-Story).

Deshalb hatte ich einen Friseurtermin in Santa Cruz. Als Herrchen und Frauchen mich nach mehr als 2 Stunden wieder abholen kamen, glaubte Frauchen zuerst nicht, dass ich das bin!!! Dabei bin ich doch unverwechselbar ich (nur eben im Sommerlook):

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So lässt es sich am Strand viel besser aushalten. Auch Spielen und mit Herrchen rumtoben geht nun noch viel wilder und länger.

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Kalifoniens wunderschöne Küste

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In den nächsten Tagen sind wir weiter die Küste entlang gereist – immer dem Highway 1 folgend. Für mich war das natürlich super, weil ich so bei jedem schönen  Strand (und davon gab es reichlich) und jedem Aussichtspunkt (davon gab es fast noch mehr) eine Spaziergeh- und Spiel-Pause bekam. Außerdem gab es auch immer wieder „Wildlife“ zu beobachten – und wunderschöne Sonnenuntergänge.

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Eines Abends sind wir dann in San Francisco angekommen.

DSC_0351Frauchen und ich hatten schon ein wenig Bedenken, wie wir den Großstadt-Stress und Lärm vertragen. Herrchen hat dann aber diesen tollen ruhigen Parkplatz gefunden, auf dem wir sehr stadtnah (und wahrscheinlich wieder nicht ganz legal…) die Nacht verbrachten.

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Am Morgen haben wir dann zuerst ein paar Surfern zugeschaut und eine kleine Wanderung gemacht, bevor wir uns die berühmte Brücke mal bei Tageslicht angeschaut haben.

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Dann durfte ich ein paar Großstadt-Hunde am Stadtstrand kennen lernen. Die waren gar nicht so snobby wie ich zuerst dachte. Ein paar haben sogar mit mir gespielt!

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So ausgeglichen haben wir uns dann in das Großstadtgetümmel gestürzt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie steil die Straßen hier sind (und immer gebetet, dass meine ‚Hundehütte‘ nicht hinten vom Truck rutscht…).

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Riesenbäume

Heute war der Tag gekommen: ich sollte die größten Bäume der Welt zu sehen bekommen! Schon ganz aufgeregt (und mit erwartungsvoll gefüllter Blase 😉 ) sind wir den ersten Redwood National Park angefahren. Aber da waren überall Hundeverbotschilder aufgestellt! :-/ Frauchen und Herrchen sind zähneknirschend und ich mit Tränen in den Augen beim Anblick dieser Riesen-Schönheiten weitergezogen und haben uns eine kleine Seitenstrasse gesucht, an der das „Hunde verboten“-Schild nicht allzu offensichtlich war… Hier durfte ich endlich die Uhrzeit-Riesen beschnüffeln und bestaunen.

DSC_0012 DSC_0061Frauchen klugscheißert natürlich wieder: Die Bäume stehen hier teilweise seit Christi Geburt. Die höchsten der Coast Redwoods werden bis zu 115 Meter hoch und die etwas dickeren Giant Seqoias immerhin noch bis zu 100 Meter hoch.

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Auf der Weiterfahrt durch den Nationalpark haben wir noch wilde Elche getroffen, mit denen ich leider wieder nicht spielen durfte.

DSC_0096 DSC_0110Dafür durfte ich mir mit Herrchen einen Überblick über die ausgedehnten Wälder am Redwood Forest View Point verschaffen…

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…und in der Mittagspause am Strand spielen.

DSC_0121 DSC_0125 DSC_0136Am Nachmittag gab es dann die zweite Runde toben auf dem Abenteuerspielplatz zwischen Urwaldriesen:

DSC_0161 DSC_0193 DSC_0210Da die Nationalparks alle leider nicht gerade hundefreundlich sind (ich bin eigentlich auf allen Bildern illegal… 🙁 ) sind wir entgegen unserer ursprünglichen Pläne direkt weitergefahren und haben uns einen kuscheligen Platz zum Übernachten an der Küste gesucht.

Einmal Fell durchpusten

Die 900km waren gar nicht sooo schlimm, vor allem da wir alle 2 bis 3 Stunden eine Pause mit Spaziergang und rumtoben eingelegt haben. Trotzdem war ich froh, als wir mitten in der Nacht endlich am Ziel angekommen waren. Bei der letzten Gassirunde im Dunkeln habe ich noch nichts Besonderes sehen können, nur irgendwie lag ein salziger Geruch in der Luft und so ein komisches Rauschen war zu hören…

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Ich traute meinen Augen kaum, als ich am nächsten Morgen entdeckte, dass wir tatsächlich am Meer angekommen waren! Trotz Schmuddelwetter kamen uns die Temperaturen (+10 Grad) geradezu sommerlich vor. Wir sind stundenlang am Strand spazieren gegangen (Herrchen und Frauchen sogar barfuss), haben Muscheln gesammelt und Stöckchen gespielt. Einmal war ich total erschrocken, als sich direkt unter meiner Pfote eine Krabbe im Sand bewegt hat!

In der Nacht braute sich dann ein richtiger Sturm zusammen. Der Camper hat so schön geschaukelt, dass ich wunderbar schlafen konnte. Als Herrchen und Frauchen dann am nächsten Morgen wieder alles zusammen packten, war ich ganz schön traurig schon weiter zu müssen. Aber die Fahrtstrecken sollten heute nur kurz sein – dafür warteten umso größere Abenteuer auf mich…

Als erstes: eine kleine Wanderung durch einen Regenwald zur Küste.

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Eigentlich bin ich eher der Fleischtyp – aber nach Monaten in Schnee und Eis konnte ich diesem saftigen Gras nicht widerstehen…

Dann gab es noch einen Leuchtturm zu beschnüffeln.

DSC_1073 DSC_1086Später wieder ein Strandspaziergang.

DSC_1097 DSC_1093Und dann noch Klippen an denen sich die Wellen brachen.

DSC_1113 DSC_1148 DSC_1154Langsam wurde ich schon müde, als Frauchen bei Einbruch der Dunkelheit unbedingt noch einen Leuchtturm fotografieren wollte. Als wir anhielten und sie die Kamera ausrichtete, bemerkten wir seltsame Geräusche… Eine Seelöwenkolonie!

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Abends war ich total fertig und habe mich auf meinem Kissen zusammengerollt und ganz laut geschnarcht. Und es war gut, dass ich mich so gut ausgeschlafen habe… meine morgendliche Pipi-Runde entpuppte sich als 10km Wanderung durch einen weiteren Regenwald zur Küste. Es ist so spannend, was man da alles erschnuppern kann!

IMG_0664 IMG_0670Dann ging die Fahrt weiter, immer an der Küste entlang. Trotz des Nieselregens haben wir fast jede Stunde eine Spazierpause am Meer gemacht.

IMG_5518 DSC_1183Am späten Nachmittag wurden die Bäume in dem die Straße säumenden Wald immer größer… Frauchen (in typischer Klugscheißermanier) erzählte etwas von den berühmten Redwood-Bäumen. Im Moment bin ich froh, wieder in meinem Körbchen zu liegen und mich auszuruhen. Um die Riesenbäume kümmere ich mich morgen…(hab aber vorsichtshalber schon mal ganz viel getrunken… 😉 ).

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Vom Schnee zur See

Am nächsten Morgen wachten wir in Banff bei strahlendem Sonnenschein und mal wieder herrlicher Aussicht auf.

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Heute stand eine Wanderung durch den Johnston Canyon auf dem Programm. Der Weg führte durch Schluchten und Höhlen an insgesamt 9 vereisten Wasserfällen vorbei. Ein bißchen gruselig war das schon mit den luftigen Brücken und hohen Feldwänden. Und dann das donnernde Wasser hinter den vereisten Fassaden! Aber trotzdem war ich mit Begeisterung dabei.

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Später haben sich Herrchen und Frauchen noch ein Bad in den Radium Hotsprings gegönnt, bevor wir uns von den Rockies und Canada verabschiedeten. Zuerst dachten wir, wir hätten uns damit auch vom Winter verabschiedet. Auf dem Weg zur kanadischen Grenze war unterwegs schon deutlich der Frühling zu spüren.

IMG_0650Doch mit Einbruch der Nacht setzte starker Schneefall ein. Kaum hatten wir die Grenze zu den USA passiert, war die Sicht so schlecht, dass wir kurzerhand in den Wald abgebogen sind um nach einem geeigneten Rastplatz Ausschau zu halten. Irgendwann fanden wir einen kleinen Parkplatz und kuschelten uns im Camper ein für die Nacht. (nicht ohne ein wenig Bammel zu haben, ob wir nicht total eingeschneit werden).

DSC_1035Am nächsten Morgen dann die Überraschung: eine schneebedeckte Wunderwelt und blauer Himmel! Und dazu entpuppte sich der Parkplatz als Startpunkt für eine kleine Wanderung durch einen verschneiten Zedernwald zu einem superschönen Wasserfall! So lieb‘ ich meine Morgen-Pipi-Runde!

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Dieser Tag sollte einer der längsten auf der Straße werden: nächster Halt in 900km… Ich bin gespannt was mich dort erwartet!

Jasper National Park

Eines Abends erreichten wir dann den Jasper National-Park in den Rocky Mountains (Alberta/Kanada), der auf 1.060 Metern liegt.

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Der Ort Jasper mit seinen Skitouristen, Shopping-Malls und fancy Restaurants war für uns ersteinmal ein kleiner Kulturschock. Aber zum Glück haben wir etwas außerhalb einen tollen Platz mit Aussicht für unser mobiles Heim finden können.

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Wapiti Campground

Am nächsten Tag haben wir eine Reisepause eingelegt und waren zusammen ein gaaaaanz große Runde wandern. Man, so viel Schnee und die tollen Berge! Der Jasper National-Park ist wirklich ein kleines Paradies.

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Overlook Hill
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Orignal Yukon-Quest Booties!!!

Am nächsten Morgen sind wir gleich nocheinmal zu einer Wanderung aufgebrochen. Herrchen und Frauchen haben sich diesmal ihre Schneeschuhe untergeschnallt (für mich gibt es ja sowas leider nicht, außerdem wüsste ich nicht, wo weitere 4 Schneeschuhe Platz in unserem Camper finden sollten 😉 ).

Hinterher war ich so platt, dass ich im Auto gleich eingeschlafen bin. Dann hat mich Herrchen geweckt und ALLEINE! nach hinten in den Camper gesperrt (man war ich SAUER! Ok, der Camper war noch schön warm und ist auch echt hübsch, aber was machen die, wo sie mich nicht dabei haben wollen?!?!). Als mir Frauchen dann hinterher die Bilder zeigte, war ich noch immer nicht ganz besänftigt: ich hätte doch super die Pisten neben den beiden auf dem Snowboard mit runtersausen können… (ok, die Lifte haben mir etwas Angst gemacht, aber TROTZDEM!!!)

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Skigebiet Marmot Basin

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Als die beiden dann nach ein paar Stunden zurückkamen, haben wir uns auf den Weg nach Lake Luise gemacht.

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Dort wurde ich mit einem wunderschönen Abendspaziergang auf dem See belohnt. Hier lag sogar nochmal mehr Schnee und durch die hohen Berge, riesige Tannen und den Mond sah alles aus wie in einer Märchenwelt. Da haben die hübschen Eisskulpturen super dazu gepasst.

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Roadtrip tiefgekühlt

Auch in den nächsten Tagen blieb es sehr kalt. Unsere Reise durch diese riesige Tiefkühltruhe führte uns über Fort Nelson und Prince George in Richtung der kanadischen Rocky Mountains. Der Weg führte durch wunderschöne, einsame schneebedeckte Landschaften, Berge, zugefrorene Seen und Flüsse…

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Und nur alle paar 100 km mal ein paar kleinere Zeichen von Zivilisation – dafür gab es um so mehr wilde Bisons zu sehen.

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Ganz besonders habe ich die Pausen genossen, in denen ich mit Herrchen und Frauchen immer wieder neue spannende Orte erkunden durfte: Berge, Seen und zugefrorene Wasserfälle.

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Abends haben Herrchen und Frauchen gemeinsam versucht, aus dem gefrorenen Gemüse etwas Essbares zuzubereiten… Dabei bestand wohl eine nicht zu unterschätzende Gefahr, sich beim Anfassen des Messers Frostbites zu holen.

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Weil es so kalt auf dem Boden im Camper war, durfte ich im warmen Bett kuscheln. Nachts habe ich dann (in Frauchens Jacke gewickelt) auf der Küchenbank geschlafen.

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In der Ferne lassen sich bereits riesige Berge erahnen… Ich bin schon echt gespannt auf die berühmten Rockies…

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