Das nächste Rennen?

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Mit meiner neuen Frisur war ich perfekt vorbereitet für das nächste Abenteuer: WÜSTE! Aber das war zunächst gar nicht so einfach: unser Ziel, das Death Valley liegt von der Küste aus gesehen hinter der Gebirgskette Sierra Nevada – und es führt kein Weg mittendurch. Relativ spontan haben wir entschieden, es oben herum zu versuchen. Eine Entscheidung, die uns zusätzliche 2 Tage Abenteuer in der Sierra Nevada bescheren sollte, bevor wir letztendlich das Death Valley erreichten.

Gestartet in Santa Cruz an der Küste fuhren wir an der Westseite der Sierra Nevada entlang Richtung Norden, nur um festzustellen, dass ein Pass nach dem anderen auf die andere Seite gesperrt war. Erst bei dem letzten Versuch (kurz vor Sonnenuntergang) fanden wir eine Straße, die nicht gesperrt war. Immer höher hinauf führte diese und wir staunten nicht schlecht, als wir im letzten Tageslicht Schnee am Straßenrand auftauchen sahen. Und je höher wir kamen, desto mehr wurde es. Der Parkplatz, auf dem wir für meine abendliche Pipi-Runde angehalten haben, wurde aus dem Schnee herausgefräst, der bis über das Dach unseres Campers reichte. Später waren die Schneewände rechts und links über 3 Meter hoch. So viel Schnee hab ich in meinem Leben noch nie gesehen – und ich war nackig…

Klugscheißerin Frauchen hat für uns einen kleinen gemütlichen Campingplatz im Wald ausfindig gemacht. Dort konnte man super spazieren gehen und im Schnee toben.

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Aber ich glaube, der Hauptgrund warum sie dort unbedingt hin wollte, waren die Hotsprings, in denen sie am nächsten Morgen rumfaulenzte. (ganz ehrlich: ich glaube Frauchen plant auf unserer Tour alle Hot Springs Nordamerikas auszutesten!)

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Im Schnee wälzen macht auch mit kurzem Fell Spaß!

DSC_0519So tiefenentspannt ging es dann am nächsten Tag auf der (wesentlich sehenswerteren) Ostseite der Sierra Nevada wieder Richtung Süden bis vor die Tore des Death Valley National Parks, den wir in den nächsten Tagen erkunden wollten.

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Spinnen, Schlangen und Skorpione konnten jetzt bei den Gassirunden gefährlich werden. Herrchen und Frauchen haben sehr genau aufgepasst wohin ich meine Pfote setze und immer einen Stock für das Durchkämmen von Gras oder Büschen dabei gehabt (es gibt leider auch noch keine schlangenbiß-sicheren Wanderschuhe für Hunde – ich finde, die Industrie sollte sich für den weltreisenden Hund von heute mal was einfallen lassen!).

DSC_0561 DSC_0574 - KopieAm ersten Aussichtspunkt im Park staunten wir über die unglaubliche Aussicht und waren positiv von den noch angenehm kühlen Temperaturen überrascht. Hier kam mir das erste Mal der Verdacht, dass wir nur im Death Valley sind, weil Herrchen einen neuen verrückten Lauf auskundschaften möchten, als er nämlich sagte: „Wenn der Badwater 135 im Juli startet, wird es hier garantiert viel wärmer sein. Und dann diesen steilen Berg hoch… Mann oh Mann!“. Frauchen und ich wechselten einen Blick und schüttelten die Köpfe… er wird doch nicht…!

DSC_0645 DSC_0650 DSC_0614 DSC_0592Da es jetzt aber noch nicht so heiß war, durfte ich noch mit auf die anschließende kleine Wanderung zu einem Wasserfall in einem Canyon. Erst dachten wir alle, der wäre ausgetrocknet, wurden aber von diesem Paradies mitten in der Wüste überrascht:

IMG_5565Der Wasser schmeckte so gut, dass ich nicht genug davon bekommen konnte. Das zusammen mit der Hitze auf dem Rückweg bekam mir nicht so gut… Naja, ein kleiner Schwächeanfall, der dazu führte, dass ich den Rest des Tages bis auf sehr kurze Ausflüge im kühlen Auto verbringen durfte und nachts unter nassen Tüchern gekühlt mit Herrchen auf der Parkbank vor unserem Camper (dabei konnten wir auch viel besser den heulenden Coyoten um uns herum lauschen…).

Der Startpunkt dieses verrückten (und nach dem YAU als dem kältestens nun dem heißesten) Rennen liegt in Badwater, dem niedrigsten Punkt Nordamerikas (-282 ft). Hier und auch an den bunten Felsen habe ich das Auto nur kurz verlassen, um mein Beinchen zu heben und für Frauchens Kamera zu posieren.

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Der krönende Abschluss unseres Death Valley Abenteuers war ein Aussichtspunkt auf 1500 Metern Höhe von wo aus man eine Wahnsinns-Sicht über den Salzsee und das ganze Tal hatte.

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2 Gedanken zu „Das nächste Rennen?“

  1. Manoman…ihr testet aber die Temperatur-Bandbreite dieser Erde voll aus 😉😉😉 Sagt mal badet ihr eigentlich nur in Hot Springs oder habt ihr was an Bord?

    1. Ja Guido, ich glaube du hast den wahren Grund für all diese Hotsprings-Besuche entdeckt. Wir haben kein fließendes Wasser an Bord unseres ‚Luxusliners‘. Hin und wieder glaubt Frauchen sie duftet schon fast wie ich und dann muss ganz schnell eine heiße Quelle zum baden gefunden werden. Denn hier darf nur einer so toll riechen! (ab und zu reicht ihr aber auch die Dusche eines Campingplatzes 😉 )

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