Bärenjagd

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Als nächstes lockte uns der PCT in den San Bernadino National Forest, ein ausgedehntes Naturschutzgebiet im Hinterland von Los Angeles gelegen, dessen touristischer Mittelpunkt der Big Bear Lake auf 2.062 Metern Höhe darstellt. Endlich hatte ich meine Wohlfühltemperatur gefunden! Zumindest bis 11 Uhr vormittags konnten wir ausgiebig die herumliegenden Gipfel und Wälder erkunden. Die Mittagshitze war jedoch selbst hier oben für mich nur auf meinem Lieblingsplatz (unter dem Truck) erträglich. Oft sind wir schon um 6 Uhr morgens aufgestanden, um auch etwas längere Strecke erkunden zu können, bevor es mir wieder zu warm wurde.

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So begegneten wir eines Morgens gegen 7 Uhr einem einsamen Mountainbikefahrer, der uns etwas verängstigt berichtete, gerade einen Bären gesichtet zu haben. Die Stelle, an der dieser gerade getrunken haben soll, musste von mir erst einmal ganz genau unter die Lupe genommen werden:

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Herrchen und Frauchen versuchten das Risiko abzuschätzen, sagten sich aber nachdem der Mountainbikefahrer berichtet hatte, der Bär sei einfach wieder friedlich im Wald verschwunden, dass das Risiko überschaubar wäre. Also haben wir die Bärenglocke ausgepackt und haben ganz viel Lärm gemacht. Als wir die Stelle längst passiert hatten und schon nicht mehr an eine Bärenbegegnung geglaubt hatten, kam mir wieder so ein Duft in die Nase… Und tatsächlich: Da suchte sich der Bär gerade sein Frühstück unter einer Baumrinde.

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Zum Glück war der Bär tatsächlich friedlich und hatten ausreichend Sicherheitsabstand, das es bei einer zwar sehr beeindruckenden aber friedlichen Begegnung blieb. So konnten wir unsere wunderschöne Wanderung bis zum Gipfel fortsetzen.

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Einen etwas größeren Schrecken eingejagt hat uns allerdings eine andere Wildlife-Begegnung am Tag zuvor. Wir waren gerade auf einen etwas kürzeren Trail unterwegs, um mein neues Equipment auszuprobieren:

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Auch Hund trägt gerne schick!

Ja – auch benötige unterwegs Proviant und so habe ich meine Leckerlis einfach am besten unter Kontrolle!

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Auf jeden Fall wollte Frauchen mich auf dem Trail mit meinem neuen Rucksack fotografieren, als sie rückwärts fast über dieses Prachtexemplar gestolpert ist:

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Da hatte ich genug für diesen Morgen (außerdem hatte ich auch noch etwas Muskelkater vom Tag zuvor) und hab meine Familie zur Umkehr bewogen. Die geplante Wanderung haben wir dann in den frühen Abendstunden ohne weitere Klapperschlangensichtung fortgesetzt.

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Bei diesen tollen Baumriesen fängt sogar Frauchen an, Bäume zu beschnuppern, denn die Rinde duftet nach Vanille (aber keine Sorge – Beinchen heben hab ich sie noch nicht gesehen 😉 ).

Und auch den PCT haben wir natürlich gefunden:

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2 Gedanken zu „Bärenjagd“

  1. Schon wieder so eine tolle Gegend, deren Fotos Lust auf Wanderurlaub genau da machen. (Trotz lauernden Klapperschlangen). Habt Ihr eigentlich schon mal daran gedacht, wie viele Jahresurlaube ein arbeitsmäßig eingespannter Durchschnittsbürger benötigt, um auch nur die Hälfte der wunderschönen Gegenden zu besuchen, die Ihr bisher vorgestellt habt?! Ich würde mich nicht wundern, wenn einige Leser ab und zu Anflüge von depressiven Gefühlen bekommen. 😉
    Gruß Jutta
    P.S. So wie es aussieht habt Ihr einen amerikanischen Schwarzbären getroffen. Sind kleiner und deutlich friedlicher als Grizzlys Menschen gegenüber, aber Hunde haben sie „zum Fressen gern“.

  2. Hey ihr Drei,
    Schön wieder mal neue Abenteuer zu lesen – Beim PCT muss ich immer an den Film „Wild“ denken den ich mal im Flieger gesehen habe. Eine junge Frau nutzt den PCT um über ihr Leben zu reflektieren / zu verarbeiten und der Zukunft eine Richtung zu geben. Liebe Grüsse aus der Heimat 🌞

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