Des Rätsels Lösung

Ihr erinnert euch sicherlich noch an die Geheimmission von Frauchen und mir…? Endlich darf ich es euch erzählen – bisher wurde es mir unter Androhung von Leckerli-Entzug verboten! 😉

Also passt auf: Ich war damals mit Frauchen für kurze Zeit in Deutschland, um eine Probevorlesung an der Hochschule Stralsund zu geben, also ich meine natürlich Frauchen. Mich hätten die Zweibeiner sicherlich nicht verstanden, auch wenn ich das Thema natürlich kenne. Ich habe Frauchen schließlich bei der Vorbereitung geholfen (oder besser gesagt alle Testläufe ertragen). 🙂

Jetzt kennt ihr auch den Grund warum es uns ans andere Ende (oder ist das der Anfang?) von Deutschland verschlagen hat. Frauchen muss jetzt nämlich wieder zur Schule, denn sie hat tatsächlich den Ruf an die Hochschule als Professorin für BWL erhalten. (Frauchen und Herrchen würden sich sicherlich sehr freuen, wenn ich bei einem Ruf von Frauchen oder Herrchen genau so gern folgen würde, wie Frauchen das nun tut 😉 ).

Herrchen hat sich natürlich auch sehr gefreut, auch wenn er immer sagt, dass Frauchen jetzt die Lizenz zum Klugsch[…] bekommen hat. Was er damit wohl meint…?

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Das V steht noch für Vertretung und wird mit der Verbeamtung in ein paar Wochen gestrichen.

Auch wenn ich mir sicher bin, dass unsere Abenteuer an dieser Stelle nicht vorbei sind, ist unsere große Reise nun doch beendet. Aber keine Sorge, in einigen Jahren werden wir sicherlich wieder einmal die Gelegenheit haben, unsere Koffer und meine Flugbox zu packen. Wie heißt es so schön: I WILL BE BACK!

Bis dahin bedanken wir uns für eure Treue und wünschen euch allen eine schöne Zeit, viel Gesundheit und spannende Abenteuer.

Ganz liebe Grüße

Euer Güntheer

…und der Rest der Familie Tramm!

 

Einer noch…

In den letzten Wochen haben wir uns prima in unseren neuen Heimat eingelebt. Ausgedehnte Spaziergänge, abenteuerliche Touren und ganz viel Spielen und Toben – Mann, habe ich es genossen, dass Herrchen und Frauchen so viel Zeit für mich hatten! Damit wird es leider nun vorbei sein.(Auflösung im nächsten Blog-Beitrag…VERSPROCHEN!)

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Einen letzten Trip haben wir uns aber noch gegönnt, bevor es zumindest für Frauchen mit der vielen freien Zeit vorbei sein wird. Wir haben Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen unsicher gemacht. Zunächst sind wir mit der Fähre nach Gedser übergesetzt. Ganz schön schwankende Angelegenheit, so ein Riesenschiff.

IMG_7413Ich war so froh, als ich wieder festen Boden unter den Pfoten hatte und wir einen ausgedehnten Strandspaziergang an der dänischen Küste unternommen haben.

IMG_7435Am Nachmittag erreichten wir Kopenhagen und bummelten ein wenig durch die Innenstadt. Super, dass die Weihnachtsmärkte schon geöffnet hatten. Da gab’s nicht nur einen Glogg für Frauchen, sondern auch ganz tolle Wurstreste auf dem Boden… (was Herrchen und Frauchen nicht ganz so begeisterte wie mich).

IMG_7463Die schönste Kulisse bot sicher der Julemarked am berühmten Nyhavn.

IMG_7506Später schlenderten wir noch am berühmten Tivoli vorbei. Leider ist der Freizeit- und Amüsierpark mitten in der Stadt für Hunde verboten… So gerne hätte ich im Schein der tausenden bunten Lichter nach weiteren Leckereien zwischen den Füßen der Leute gesucht…

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Übernachtet haben wir in einem Hotel am Rande der Stadt (leider hatten die  hier nicht so tolle Flauscheteppiche wie in dem Hotel in Las Vegas für mich, aber sonst war es auch ganz nett). Gut ausgeruht und mit einem tollen Frühstück gestärkt (Herrchen hat mir ein Würstchen vom Buffet mit aufs Zimmer geschmuggelt – ich habe ja schließlich auch für die Übernachtung gezahlt ;-)), sind wir dann erneut aufgebrochen, die Stadt zu erkunden.

Zunächst stand ein Besuch bei dem Wahrzeichen Kopenhagens, der kleinen Meerjungfrau auf dem Programm.

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Danach wurde es royal: wir haben den Sitz der König besucht und ich natürlich habe ich versucht, die Wachen zu einem Schmunzeln zu bewegen, aber es ist mir leider nicht gelungen.

IMG_7645Schaut mal, die haben jeder seiner eigene Hundehütte! Steht mir auch, oder…?

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Außerdem sind wir natürlich über die Stoget gebummelt, haben der Wachablösung zugeschaut, noch einige (viele…) Paläste und Kirchen bestaunt und dabei viele, viele Kilometer zurückgelegt.

Glücklich, aber mit müden Pfoten haben wir am nächsten Tag den Heimweg über Land angetreten. Naja – zu müde, um mir einen weiteren tollen Spaziergang entlang der Küste entgehen zu lassen war ich dann doch nicht.

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Angekommen

Endlich… sind wir wieder online und damit der Zivilisation zugehörig. So kann ich euch endlich berichten, wie es uns in den letzten Wochen ergangen ist.

Inzwischen sind wir wieder in Deutschland und nach den Abenteuern in der Wüste oder in den Bergen sind wie jetzt am Wasser gelandet. Herrchen und Frauchen gefiel es hier so gut, dass sie gleich beschlossen haben, (vorübergehend 😉 ) sesshaft zu werden und haben mir eine neue Hundehütte besorgt…

Einweihungsparty meiner neuen Hütte
Einweihungsparty meiner neuen Hütte

Das Beste an der neuen Hütte ist der unglaublich viele Platz, den ich nun zum Spielen und Toben habe.

Alles MEINS!
Alles MEINS!
Ich helfe Frauchen bei der Gartenarbeit
Ich helfe Frauchen bei der Gartenarbeit

Wobei das nicht ganz stimmt… teilen muss ich nun doch ein bißchen mit meiner neuen Schwester Hermine. Aber die ist noch so klein, dass sich ihr Platzanspruch doch in Grenzen hält.

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Hermine die Glückskatze

Für mein Frauchen, die Wasserratte, gibt es noch einen klitzekleinen Schwimmteich, auch Bodden genannt. 😉

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Mein Bootsanleger
Mein Bootsanleger – Frauchen und Herrchen haben bereits einige Ideen 🙂

Wie man bei einer Hütte am See richtig vermuten kann, habe ich nun auch mein eigenes Boot. Herrchen oder Frauchen nehme ich als Antrieb mit und lasse mich gemächlich über den Bodden paddeln.

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Sobald Herrchen den „Boots-Führerschein“ hat, besorgen wir uns etwas mit mehr PS 🙂

Sonntag morgens vor dem Frühstück machen wir immer einen Familienausflug zum Ostseestrand. Nach stundenlangen im Sand herumtollen (und sogar ab und an nasse Pfoten im Meer holen), bin ich sehr glücklich, dass Herrchen und Frauchen bei der Wahl unseres neuen Standortes so gut auf mich gehört haben.

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Sandiger Hund = glücklicher Hund

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Haus, mein Boot, mein … – nein, die neue Spießerkarre die sich Frauchen ausgesucht hat, zeige ich euch jetzt lieber nicht. Was sollt ihr von uns denken?! Aber auch ich genieße das riesige Platzangebot und die Klimaanlage gerade auf langen Strecken.

Statt Abenteuer in der Wildnis, steht uns nun das Abenteuer Eigenheim, Baubehörden und die Herausforderung, trotz Haus und Kombi nicht zur Spießerfamilie zu werden, bevor. *lach*

Aber ein Geheimnis bleibt offen: wie die geheime Mission von Frauchen und mir denn nun ausgegangen ist… Ich hoffe, in Kürze darüber berichten zu dürfen.

Viele Grüße aus meiner neuen Heimat Fuhlendorf

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Euer Güntheer

 

 

Im Land der Murmeltiere

Es war wieder einer der Tage, an dem Herrchen und Frauchen sich mit einem schnellen Müsli am Morgen begnügten um frühzeitig mit mir zu einer Wanderung aufzubrechen. Es war ein strahlend schöner Tag – aber wie ich Herrchen und Frauchen inzwischen kannte, ahnte ich, dass es hart werden würde…

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So begannen wir mit unserem Aufstieg auf die Furcla Surlej über meine Lieblingsstrecke, die am Hahnensee vorbei führt (vor allem weil der Hund der dort wohnt so nett ist und die Aussicht bereits während des Aufstieges alle Mühen entschädigt).

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Oben angekommen gab es ersteinmal ein erfrischendes Bad für mich, bevor wir unser lecker Picknick verschlangen (Ziegenkäse mit selbstgebackenem Brot!).

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Furcla Surlej
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Picknick mit Gletscherblick

Auf einmal meint Frauchen, die bisher aufgestiegenen 1.000 Höhenmeter hätten ihr gar nichts ausgemacht und sie würde gerne noch weiter. Herrchen und ich trauten unserern Ohren kaum!!! Als neues Ziel wurde die Coaz-Hütte auserkoren und wir setzten unseren Weg dorthin gut gestärkt fort.

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Die Coaz-Hütte

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Endlich angekommen war ich so froh eine Pause im Schatten zu bekommen und mein müdes Haupt auf einem Stein zu betten. Während Frauchen ihren wohlverdienten Kuchen genoss, habe ich laut geschnarcht.

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Dabei wäre mir im Traum nicht eingefallen, dass der spanneste Teil der Wanderung noch auf mich wartet: die Durchquerung einer Murmeltiersiedlung! Überall hörte man sie pfeifen, hinter fast jeden Stein tauchte plötzlich ein keckes Köpfchen auf oder eines der possierlichen Kerlchen flitzte direkt vor meiner Nase über den Weg. Frauchen und ich waren ganz aus dem Häuschen, während Herrchen mächtig zu tun hatte, uns beide zurück zu halten… 😉

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Nach 10 Stunden auf den Beinen erreichten wir gegen Abend unseren Bulli, wo ich schon vor dem Abendessen tief und fest einschlief und von Murmeltieren träumte.

Nach einigen erholsamen Tagen mit nur kleineren Jogging- und Wanderrunden um die Seen oder zum nahegelegenen Wasserfall gönnten wir uns vorerst zum Abschied aus unserer geliebten Bergwelt einen Ausflug auf den Muottas Muragl, von wo aus man einfach den besten Blick ins Oberengadin hat.

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Blick vom Muottas Muragl

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Nun unterbrechen wir unser Trainingslager für ein paar Tage um uns in Deutschland dem Teil 2 unserer Geheimmission zu widmen…

Barbecue in luftiger Höhe

Nach diesen Tagen voller Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen gab es über Nacht einen Wetterumschwung, wie er für hier oben typisch ist: statt Sonnenschein und 25 Grad gab es Regen in rauen Mengen und deutlich niedrigere Temperaturen, die kaum mehr die 10 Grad Marke kratzten. Am ersten regnerischen Abend war ich kaum zu einer Gassi-Runde zu bewegen – all dieses Nass von oben! In den letzten 10 Monaten kannte ich Niederschlag nur als Schnee – die meiste andere Zeit hatten wir uns ja in der Wüste aufgehalten. Und nun das! Aber zum Glück hat Frauchen mir einen Regenmantel genäht. Leider stammt dieser noch aus meiner Welpenzeit und ich schäme mich manchmal ein bißchen in diesem Fliegenpilzmäntelchen gesehen zu werden… aber gegen die Nässe hilft‘s.

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Neuschnee auf den Bergkämmen nach einer verregneten Nacht

Trotz des feuchtkalten Wetters war unser Tatendrang nicht zu bremsen. Wir hatten ja noch eine Rechnung mit unserem Hausberg und einer Packung Würstchen offen. Also ging es wieder rauf auf den Berg. Als wir oben ankamen waren wir mitten in den Wolken und die Gipfel um uns herum schneebedeckt! Herrchen und Frauchen mussten sich sogar ihr Winterfell anlegen.

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Nachdem Herrchen das Feuer im Grill entfacht hatte, haben wir drei ganz dicht um das warme Feuer auf die heißen Würstchen gewartet. Mhmmm – lecker!!! Das hat sich gelohnt und die Rechnung ist beglichen!

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Auf dem Rückweg blieb das Wetter erstaunlich stabil sodass wir eine aussichtsreiche Wanderung talwärts genießen konnten.

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Mitten im Wald erblickten wir sogar ein Reh! Leider wollte das nicht mit mir spielen… 🙁

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Was hilft gegen wunde Pfoten?

Ich kann euch sagen – es ist dieser Tage nicht leicht ein Güntheer zu sein! Meine Familie ist einfach zu aktiv und die Gegend hier zu schön um nicht auf Abenteuertouren zu gehen.

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Die meisten Tage fangen ja noch ganz chillig bei einem gemütlichen Frühstück mit grandiosem Seeblick an.

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Aber an Tagen, an denen nur eilig Müsli im Camper eingenommen wird, ahne ich bereits, was mir bevorsteht: 8-Stunden Tage in den Bergen! Der Aufstieg ist auch für mich mit meinem 4-Pfoten-Antrieb anstrengend. Belohnt werde ich aber nicht nur mit Unmengen an Futter und dem ein oder anderen Murmeltier dem ich hinterherflitzen darf (es aber nie bekomme), sondern auch immer wieder mit kleineren Schneefeldern. Eines musste ich mir diesmal sogar mit Frauchen teilen.

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An den sogenannten “Ruhetagen“ sucht sich Frauchen touristische Sightseeing-Touren aus, die natürlich auch wieder mit laufen verbunden sind… Dieser Ausflug zum Mortaretsch-Gletscher überzeugte jedoch auch mich mit dem kühlen Hauch den das Eis verströmte.

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Da lob‘ ich mir doch die Tage, an denen Frauchen nach dem Wandern oder Joggen beschließt, noch Kiten zu gehen. Am Kitespot muss ich wenigstens nur aufpassen und darf dabei meine Pfoten schonen.

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Wenn der Tag zu anstrengend war, kann es passieren, dass ich dabei auch mal kurz einnicke…

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Ganz verrückt wird es, wenn Herrchen beschließt zu Abendessen ein Barbecue auf 2.500 Meter Höhe zu veranstalten. Das bedeutet dann, dass meine abendliche Gassirunde auf 3-4 Stunden und nocheinmal 700 Höhenmeter ausgedehnt wird.

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Ich durfte meine Grillwürstchen selbst tragen! Herrchen hatte das Feuerholz aufgebuckelt.

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Beim ersten Grill-Versuch schlug leider das Wetter innerhalb von 20 Minuten um, sodass als wir die Feuerstelle erreichten, der ganze Berg in dunkle Wolken gehüllt war und wir nur noch die Flucht in mein fahrendes Körbchen antraten, wo ich mir meine mal wieder wunden Pfoten lecken konnte.

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Das beste Mittel gegen wunde Pfoten ist allerdings, Frauchen davon zu überzeugen, sich ein Eis in Italien verdient zu haben. An solchen Tagen beschränkt sich die Pfotenarbeit auf einen kleinen Stadtbummel während Hund sich an den hübschen kleinen Brunnen erfrischen kann.

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Chiavenna

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Run’n Surf

Nun möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen und das Rätsel auflösen: wir befinden uns gerade am Silvaplanasee in der Schweiz. Und Guido hat sehr gut kombiniert: ganz in der Nähe, in Davos startet in 6 Wochen der Swiss-Irontrail. Mal schauen, ob wir Herrchen bis dahin körperlich und mental fit genug für die 214km Strecke bekommen…

Unsere fahrbare Hundehütte auf diesem Kontinent (Frauchen nennt ihn liebevoll ihren Bulli) haben wir direkt am See geparkt. Und während Herrchen gerade eine extra-Trainingsrunde einlegt, chille ich mit Frauchen in der Sonne.

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Frauchen nutzt die trainingsfreien Stunden, um ihre „Schöner Campen“ Kreativ-Projekte voranzutreiben. Ob ich wohl auch bald eine selbstgebaute Hundehütte im Alpen-Style bekomme?

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Obwohl die Temperaturen hier für diese Jahreszeit im Moment ungewöhnlich hoch sind (bis zu 25 Grad), genieße ich es, über saftige Almwiesen zu rennen, mir den Wind um die Nase wehen zu lassen und mit Herrchen und Frauchen auch längere Touren durch diese atemberaubende Landschaft zu bezwingen.

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An manchen Tagen starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Seeblick zu einer Speedhike-Tour in die Berge. Herrchen gibt das Tempo vor, aber achtet darauf, das Frauchen und ich mithalten können.

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Zwischensnack auf 2700 HM. Herrchen hat auch immer was leckeres für mich dabei 🙂

Gegen Mittag sind wir dann meist zurück. Dann wird Energie aufgetankt, bevor wir Frauchen am Nachmittag beim Kitesurfen beobachten.

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Nach solch anstrengenden Tagen habe ich mir einen Pausentag verdient, den ich dann chillig im grünen Gras verbringe. Gegen den Wind, der zuverlässig jeden Nachmittag kommt, darf ich mich dann auch schon mal in Frauchens Lieblingsstrandtuch wickeln.

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Wo bin ich?

Nun ratet mal, wo wir gerade sind?

Für Kenner unserer Gewohnheiten dürfte das nicht so schwer zu erraten sein: Es ist ein Ort, an dem wir früher bereits häufiger waren, wo ich als Trost für meine dauernd schmerzenden Pfoten mit mehr Futter bestochen werde und selbst zu dieser Jahreszeit noch Schneefelder zum ausgiebig drin wälzen finde.

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Außerdem läuft Frauchen mit einem Dauergrinsen und ihrem dicken Neo durch die Gegend, während Herrchen auf schlammverkrusteten Schuhen wieder zum Energieriegel-Junkie wird.

Die Lösung lautet: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Sin City

Ich musste tagelang sehr leidend kucken, hecheln ohne Ende, mein Futter verweigern, mich übergeben und hab Herrchen sogar dazu gebracht, zwei Nächte mit mir auf einer Parkbank zu verbringen weil es da kühler als im Camper war, bevor ich meine Familie final davon überzeugen konnte, dass ein Roadtrip im Sommer durch Mittelamerika einfach nix für mich ist.

Selbst wenn die Idee mit den hohen Bergen keine schlechte war – auch hier waren täglich nur wenige Stunden erträglich und überall lauerten solche Gefahren, dass ich immer an der Leine bleiben musste. So hat der Familienrat getagt und wir haben beschlossen – unsere Reisepläne zu ändern. Wo es hingeht wird noch nicht verraten. Nur so viel: wir müssen dafür wieder fliegen.

Und das geht am einfachsten von Las Vegas aus – also zurück in die Stadt der Sünden!

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Ganz ehrlich: ich liebe es ja, mit Herrchen und Frauchen draußen in der Natur unterwegs zu sein, viel Zeit mit den beiden zu verbringen und Abenteuer zu erleben. Aber manchmal bin ich eben doch ein Luxushund! Ich glaubt gar nicht, wie sehr ich mich schwanzwedelnd gefreut habe, als wir in Las Vegas in unserem Hotel eingecheckt haben. Ein klimatisierter Raum, sauber und ein toller weicher Teppichboden für mich zum drauf kuscheln! SUPER!

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Und mal ganz ehrlich: nachts über den Strip in Las Vegas zu schlendern ist ein Abenteuer für sich! Nicht nur die vielen Gerüche, Menschen und Geräusche, vor allem beeindrucken die wahnsinnig vielen Lichtern in der Stadt der Sünden. So haben wir die spektakuläre Wassershow vor dem Bellagio bestaunt und sind durch Paris, Venedig und das alte Rom geschlendert.

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Die Figuren vor Madame Tussauds waren riesig, auch wenn ich mich frage, wie die es bei diesen Temperaturen hinbekommen, dass das nicht alles einfach wegschmilzt. Ganz besonders gut gefallen hat mir aber, dass ich auch zu einer DER Attraktionen auf den Strip geworden bin. So viel bewundernde Blicke, kreischende Mädels („Oh, what cutiiiiieeee!!!“) und gefühlt hunderte Leute die ein Foto mit mir wollten haben mich wir einen VID fühlen lassen.

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Aber das Beste dieser Stadt sind die Off Leash Dog Parks. Das müsst ihr euch wie einen Club für Hunde vorstellen. Hübsch zurecht gemacht mit grünem Rasen, ein paar Schatten spendenden Bäumchen und kleinen Felsbergen, trifft sich hier das Who is Who der Großstadthunde. Türsteher sind unsere jeweiligen Herrchen und Frauchen. Einmal drin sind dem Spielspaß keine Grenzen gesetzt. So viele Hunde zum Spielen und tollen auf einem Haufen hab ich zuletzt in der Welpenstunde gesehen. Mein Amerikanisch wird durch die vielen Smalltalks immer besser! 😉

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Und da meine zwei Naturburschen es nun einmal nicht lange in einer Stadt aushalten, haben wir auch noch ein paar Ausflüge in die Umgebung unternommen. Neben dem Lake Mead, den wir schon von unserem letzten Aufenthalt gut kannten, haben wir diesmal den Red Rock Canyon National Park erkundet.

DSC_0651 DSC_0663Dabei musste ich meinen Zweibeinern nocheinmal deutlich machen, dass ich von Wüste und Hitze einfach die „Schnauze voll“ hab…

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Bärenjagd

Als nächstes lockte uns der PCT in den San Bernadino National Forest, ein ausgedehntes Naturschutzgebiet im Hinterland von Los Angeles gelegen, dessen touristischer Mittelpunkt der Big Bear Lake auf 2.062 Metern Höhe darstellt. Endlich hatte ich meine Wohlfühltemperatur gefunden! Zumindest bis 11 Uhr vormittags konnten wir ausgiebig die herumliegenden Gipfel und Wälder erkunden. Die Mittagshitze war jedoch selbst hier oben für mich nur auf meinem Lieblingsplatz (unter dem Truck) erträglich. Oft sind wir schon um 6 Uhr morgens aufgestanden, um auch etwas längere Strecke erkunden zu können, bevor es mir wieder zu warm wurde.

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So begegneten wir eines Morgens gegen 7 Uhr einem einsamen Mountainbikefahrer, der uns etwas verängstigt berichtete, gerade einen Bären gesichtet zu haben. Die Stelle, an der dieser gerade getrunken haben soll, musste von mir erst einmal ganz genau unter die Lupe genommen werden:

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Herrchen und Frauchen versuchten das Risiko abzuschätzen, sagten sich aber nachdem der Mountainbikefahrer berichtet hatte, der Bär sei einfach wieder friedlich im Wald verschwunden, dass das Risiko überschaubar wäre. Also haben wir die Bärenglocke ausgepackt und haben ganz viel Lärm gemacht. Als wir die Stelle längst passiert hatten und schon nicht mehr an eine Bärenbegegnung geglaubt hatten, kam mir wieder so ein Duft in die Nase… Und tatsächlich: Da suchte sich der Bär gerade sein Frühstück unter einer Baumrinde.

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Zum Glück war der Bär tatsächlich friedlich und hatten ausreichend Sicherheitsabstand, das es bei einer zwar sehr beeindruckenden aber friedlichen Begegnung blieb. So konnten wir unsere wunderschöne Wanderung bis zum Gipfel fortsetzen.

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Einen etwas größeren Schrecken eingejagt hat uns allerdings eine andere Wildlife-Begegnung am Tag zuvor. Wir waren gerade auf einen etwas kürzeren Trail unterwegs, um mein neues Equipment auszuprobieren:

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Auch Hund trägt gerne schick!

Ja – auch benötige unterwegs Proviant und so habe ich meine Leckerlis einfach am besten unter Kontrolle!

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Auf jeden Fall wollte Frauchen mich auf dem Trail mit meinem neuen Rucksack fotografieren, als sie rückwärts fast über dieses Prachtexemplar gestolpert ist:

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Da hatte ich genug für diesen Morgen (außerdem hatte ich auch noch etwas Muskelkater vom Tag zuvor) und hab meine Familie zur Umkehr bewogen. Die geplante Wanderung haben wir dann in den frühen Abendstunden ohne weitere Klapperschlangensichtung fortgesetzt.

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Bei diesen tollen Baumriesen fängt sogar Frauchen an, Bäume zu beschnuppern, denn die Rinde duftet nach Vanille (aber keine Sorge – Beinchen heben hab ich sie noch nicht gesehen 😉 ).

Und auch den PCT haben wir natürlich gefunden:

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