Auf geht’s nach Mexico!

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Endlich sind wir wiedervereint! Und ihr dürft euch auf weitere spannende Reiseberichte freuen….

Inzwischen bin ich schon ein richtiger Jetsetter-Hund. Ganz cool und relaxed steige ich in meine Flugbox (Frauchen meint immer, ich hätte viel mehr Platz als sie…) und warte geduldig darauf, von ihr wie raus geholt zu werden… und dann wieder eine neue Welt zu erleben (ist ein bißchen wie beamen, finde ich 😉 ). Diesmal hat mich strahlender Sonnenschein, 30 Grad und…. Ich konnte es kaum glauben, PAPAAA!!! erwartet als meine Flugboxtür wieder aufging. Ich hab mich so sehr gefreut!!!

Am Tag nach unserer Ankunft in Las Vegas haben sich Herrchen und Frauchen der Aufrüstung unseres Campers gewidmet. Autark und tropentauglich sollte der werden. Wir produzieren jetzt unseren eigenen Strom, haben Unmengen an Wasser geladen und vor allem: meine Flug-Beam-Box ist jetzt fest-fest-fest. 😉

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Um der Hitze der Stadt zu entkommen, haben wir die Nacht am Stausee des Hoover-Damms, dem Lake Mead verbracht. Der Süßwassersee lud zum Baden ein, die umgebende Wüstenlandschaft war surreal schön und ganz besonders spannend fand ich, dass die Wüste tatsächlich lebt! Überall waren Wüstenhasen (mit besonders langen Ohren *hihiii*, das sieht so albern aus), zu beobachten. Außerdem Eidechsen und viele Vögel. Frauchen war ganz aus dem Häuschen, als sie beim Frühstück einen Kolibri entdeckte…

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Die nächsten Tage waren fahrtechnisch echt herausfordernd für Hund, Mensch und Truck. Vor uns lagen hunderte Kilometer Wüste. Ziemlich langweilig für Hund beim Zuschauen, außerdem fielen meine Pipirunden tagsüber immer sehr kurz aus, um mir Verbrennungen an den Pfoten zu ersparen… Ein kurzes Stück unserer Reise führte auch über die berühmte Route 66.

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Es wurde heißer und heißer… auch unser Truck meldete einmal, dass es ihm nun zu heiß wird als es zusätzlich noch bergauf ging. Da dachte sich Klugscheißer-Frauchen beim Blick auf die Karte, dass es vielleicht besser wäre, von der geplanten Route abzuweichen und an einem auf der Karte eingezeichneten See zu übernachten. Lake Salton… an was denkt ihr bei dem Namen? Genau, die riesige Pfütze als abgeschnittener Rest des Golfes von Californien ohne natürliche Abflüsse hat einen 50% höheren Salzgehalt als das Meer. Außerdem lag der See noch immer mitten in der Wüste, doch nun 238 Fuß unter dem Meeresspiegel, was die Temperatur wie im Death Valley noch einmal nach oben trieb. Nach einer sehr heißen Nacht starteten wir sehr früh in Richtung der umliegenden Berge.DSC_0315

Der Guyamaca Rancho State Park auf ca. 1.200 Metern Höhe wartete mit etwas kühlerer Luft, schattigen Plätzen und herumschwirrenden Riesen-Schmetterlingen auf uns. Hier zwischen duftendem wilden Flieder und Pinien konnten wir ersteinmal chillen und uns von den Strapazen der Wüste erholen.

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Aber Frauchen wollte es am Abend unbedingt noch einmal wissen und schleifte Herrchen und mich auf den zweithöchsten Berg der Umgebung. Erst hatte ich überhaupt keine Lust, aber als ich dann entdeckte, dass es da Riesen-Eichhörnchen gab, war ich fasziniert! (Die waren bestimmt deswegen so groß, weil auch die Tannenzapfen so riesig waren…).

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Nach einer erholsamen Nacht und einem Deluxe-Pfannkuchenfrühstück (ja, ich hab auch ein Stück abbekommen) starteten wir die Mission Grenzübertritt nach Mexico.

Nach all dem, was Frauchen über die Grenzüberschreitung gelesen hatte (Kosten Dauer, Umständlichkeit…) beschlossen wir, es an einem kleineren Grenzübergang zu versuchen, um zumindest die Wartezeit zu reduzieren. Wir fühlten uns eigentlich gut gewappnet mit unseren Papieren und meinem Gesundheitszeugnis, waren aber trotzdem etwas nervös…

Tecante, der Grenzort kam, wir fuhren an die Grenze ran und wurden rausgewunken. Der Grenzbeamte warf einen kurzen Blick in unseren Camper, fragte, wozu den Frauchens Kiteboard gut sei – und winkte uns durch!!!

Wieder auf der Straße erwarteten wir zuerst, dass die eigentliche Einreise noch folgen wird, aber da kam nix. Kurz kam Freude auf, dass wir das so schnell und unproblematisch gemeistert hatten, bis Frauchen die Bedenken auspackte, wir hätten doch gar keinen Einreisestempel, keine Touristenkarte, kein Visum… Frauchen sieht uns aufgrund unserer „schnellen“ Einreise schon in einem mexikanischen Gefängnis schmoren… Abwarten und Teetrinken – morgen hören wir uns mal um, ob das alles seine Richtigkeit hat.

Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz nach mexikanischem Standard… nein, Details ersparen wir euch hier lieber, aber wo sonst kann man alleine in ersten Reihe am Strand übernachten?!

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2 Gedanken zu „Auf geht’s nach Mexico!“

  1. Hallo Ihr Abenteurer, schön wieder neue Berichte von Euch zu sehen. Antje hat leider Recht mit Ihren Bedenken. Ihr braucht eine Touristenkarte. Weil es so viele US-Tagestouristen in der Grenzregion und in der nördlichen Baja gibt, und an der Grenze nicht kontrolliert wird, braucht man dort für bis zu 72 Std. keine Touristenkarte. Wer länger bleibt oder weiter fährt, muss sich selbst darum kümmern die Touristenkarte zu bekommen. Bei den großen Übergängen gibt es kurz hinter der Grenze ein Büro dafür. Nur sagt einem das keiner an der Grenze. 😡 Aber das habt Ihr inzwischen sicher längst herausgefunden, und auch wie weit Ihr zurückfahren müsst…
    Gruß Jutta

  2. Hallo Ihr rastlosen Reisenden (mir fiel nix besseres ein in Anlehnung an „ihr lieben Liebenden“),
    Ihr seid wieder vereint! Sehr schön!
    OK, ein bißchen Eigennutz spricht mit – ich freue mich sehr wieder von Euch zu lesen.
    Gute Reise – bon viaje und eine tolle Zeit in Mexiko! Und passt auf die Mäuse dort auf – die sollen sehr schnell sein….
    Guido P.

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